ADHS - Ritalin, Strattera und Co Seite 3

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Appetit

Als Abkömmling der Amphetamine besitzt Ritalin eine appetitsenkende Wirkung, weshalb das Medikament schon von manchem Schlankheitsfanatiker missbraucht wurde. Durch Verabreichung der Hauptmahlzeit am Abend, wenn die Wirkung abgeklungen ist, kann dieses Problem elegant gelöst werden, zumal die Appetitminderung in der Regel nach einigen Monaten verschwindet.

Gastrointestinale Nebenwirkungen

Am Anfang einer Behandlung mit Ritalin kann es zu Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen kommen. Diese Nebenwirkungen können durch Einnahme von Ritalin zu den Mahlzeiten gelindert werden.

Allergische Reaktionen

Relativ häufig kommt es zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Juckreiz und Ausschlag.

Schlafprobleme

Einige Mütter berichten über Schlafstörungen ihrer Kinder unter Ritalin Medikation. Diese Problematik kann im Rahmen des oben beschriebenen Rebound Phänomens auftreten, oder aber auch in einer Überdosierung begründet sein.

Psychische Veränderungen

Speziell in der Anfangsphase einer Therapie mit Ritalin berichten manche Kinder über Müdigkeit, Gereiztheit oder eine weinerliche Grundstimmung. In der Regel verschwinden diese Symptome im Laufe der Behandlung. In seltenen Fällen wird eine antidepressive Begleitmedikation erforderlich.

Herz Kreislauf Erkrankungen

Ritalin führt bei einigen Patienten zur Blutdrucksteigerung und Erhöhung der Herzfrequenz, weshalb die Indikationsstellung bei ADHS Patienten mit Vorerkrankungen des Herz- Kreislaufsystems besonders streng zu stellen ist.

Suchtgefahr

Da Ritalin in zahlreichen Medien immer wieder als gefährliche Straßendroge mit hohem Abhängigkeitspotential beschrieben wird, sollen Fakten Licht ins Dickicht der Unwahrheiten bringen.

  • Um eine körperliche oder psychische Abhängigkeit von Ritalin zu erzeugen, müssen wesentlich höhere Dosen, als zur ADHS Behandlung eingesetzt zur Anwendung kommen.
  • Unter fachgerechter Therapie wurde in den vergangenen Jahrzehnten kein einziger Fall einer Abhängigkeit beobachtet.
  • ADHS Patienten welche mit Ritalin behandelt werden, haben statistisch gesehen ein geringeres Risiko für Drogen-, Zigaretten- oder Alkoholabhängigkeit, als nicht behandelte Patienten.
  • Im Gegensatz zu einigen Zeitungsgerüchten wurde durch Ritalin noch keine einzige Psychose oder affektive Störung ausgelöst.
  • Plötzliches Absetzen von Ritalin kann kurzfristig zu Gereiztheit, Hyperaktivität oder depressiver Verstimmung führen.
  • Wegen der nur relativ kurzen Wirksamkeit und verzögerten Anflutung im Gehirn spielt Ritalin als Straßendroge nur eine sehr untergeordnete Rolle.

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