ADHS - Symptome

ADHS zeichnet sich durch die Hauptsymptome Hyperaktivität, Impulsivität und Konzentrationsstörungen aus, wobei die einzelnen Symptome stark unterschiedlich ausgeprägt sein können.

Symptome der Hyperaktivität

  • Zappeln ständig mit Händen und Füßen.
  • Rutschen andauernd auf ihrem Sessel herum.
  • Stehen in der Klasse häufig auf, auch wenn Sitzen erwartet wird.
  • Hat häufig Schwierigkeiten, ruhig zu spielen oder sich in der Freizeit still zu beschäftigen.
  • Redet häufig übermäßig viel und unaufhörlich dazwischen.

Symptome der Unaufmerksamkeit

  • Ist unfähig sich länger zu konzentrieren, oder aufmerksam zu bleiben.
  • Lassen sich durch Kleinigkeiten sofort ablenken und haben keine Ausdauer beim Erledigen von Arbeiten.
  • Haben große Schwierigkeiten einfache Aufgaben zu organisieren.
  • Verlieren häufig Gegenstände(Füllfeder, Lineal).

Symptome der Impulsivität

  • Platzt häufig mit Antworten heraus, bevor die Frage zu Ende gestellt ist.
  • Kann nur schwer warten, bis er an der Reihe ist.
  • Unterbricht und stört andere häufig.

Für die Diagnose ADHS ist es von Bedeutung, dass einige Symptome vor dem sechsten Lebensjahr auftreten und unterschiedliche Bezugssysteme (Schule, Freizeit, Familie) betreffen.

Da die Ausprägung der Erkrankung sehr unterschiedlich sein kann, erfolgt nun eine detaillierte Betrachtung der einzelnen Lebensabschnitte.

Säuglingsalter

Von einigen Autoren wird vermutet, dass ADHS bereits im Säuglingsalter durch häufiges Schreien, Unruhe, Ess- und Schlafstörungen auffällt. Obwohl derartiges Verhalten anamnestisch recht häufig bei ADHS Patienten erfragt werden kann, steht der endgültige Beweis durch wissenschaftliche Studien noch aus. Schwierig bleibt in diesem Lebensalter stets die Frage zu bewerten, ob es sich bei einem solchen Verhalten um eine Variante der Norm oder um Frühsymptome der Erkrankung handelt.

Kleinkinder

Im Gegensatz zu Säuglingen ist es bei Kleinkindern leichter möglich, ADHS typische Verhaltensweisen zu erkennen. Oppositionelles Verhalten, geringe Ausdauer beim Spielen, Ungeschicklichkeit verbunden mit Verletzungen und Unfällen sowie häufiger Streit mit Kameraden stehen bei diesen Kindern an der Tagesordnung.

Schulalter

Mit der Einschulung beginnt für unsere Kinder der Ernst des Lebens, und ADHS Patienten stehen schlagartig vor einer Anzahl von Problemen. Sie zappeln ständig auf ihren Plätzen, können sich nie lange auf die Vorträge der Lehrer konzentrieren, stehen dann auf und wandern durch die Klasse und unterbrechen Lehrerschaft und Mitschüler mit unangebrachten lauten Kommentaren.

Dieses Verhalten führt zu disziplinären Sanktionen seitens der Lehrer und zu Spott durch die Mitschüler, womit ADHS Patienten wegen ihrer oft niedrigen Frustrationsschwelle nur schwer umgehen können und deswegen manchmal zu Gewaltausbrüchen neigen.

Da viele ADHS Kinder noch mit weiteren Teilleistungsstörungen wie Lese- und Rechtschreibschwäche zu kämpfen haben, ist eine negative Schulkarriere praktisch vorprogrammiert.

Jugendalter

Hyperaktivität und Impulsivität nehmen bei den jugendlichen Patienten eher ab, und Konzentrationsstörungen treten in den Vordergrund. Die Patienten haben große Probleme, ihren privaten und beruflichen Alltag zu organisieren, und neigen zu Leistungsverweigerung und Impulsivität über das normale Maß der Pubertät hinaus. In diesem Alter können sich Komplikationen wie Depressionen, Angststörungen, Essstörungen oder Suchtverhalten entwickeln, welche die Jugendlichen für den Rest ihres Lebens belasten.

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